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Lutherstuben

Die „Lutherstuben“ im Hotel „Eisenacher Hof“ spiegeln die Zeit der Reformation realitätsnah wieder. Hier können bis zu 170 Gäste bei Musik und Gaukelei wie im späten Mittelalter schmausen.

Hunderte Kerzen, Stroh auf dem Boden, meterlange Fleischspieße, höfischer Tanz und historische Tischreden lassen Sie die Zeit des Reformators Martin Luther erleben. Mittelalterlich gewandete Schankmägde und Becherknechte erwarten Ihren Besuch.

Es erwarten Sie eine „Tafelrunde“ am gemütlichen Kamin im Eingangsbereich des Restaurants mit 16 Plätzen. Ebenso gibt es eine rustikale „Bräterey“ in der Schankstube mit offener Grillstelle. Hier können bis zu 18 Besucher auf Wunsch ihr Fleisch selbst zubereiten, bis hin zu Wildschwein und Spanferkel am Spieß zum Selberdrehen. Neben der Speisestube mit ihrer „Kräuterey“ lädt auch das „Bankettorium“ mit seiner anliegenden Weinstube zum gemütlichen Tafeln ein.

Öffnungszeiten

Mo – Fr ab 17:00 Uhr
Sa 12-14 Uhr
Sa ab 17:00 Uhr
So 11-15 Uhr
So ab 18:00 Uhr

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Auszug aus dem Buch

„Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Thüringen und das Eichsfeld“

2004 – Neuer Umschau Buchverlag
ISBN: 3865283020

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Was für eine anheimelnde Stimmung! Flackerndes Kerzenlicht hüllt den Raum in geheimnisvolles Licht: riesige, an der Decke hängende Wagenräder werfen Schatten; an dunklen Holztischen sitzt eine andächtigstille Gästegemeinschaft. Sie lauscht den Worten von Uther vom Katharinenberg, der gerade sein Gesinde vorstellt, als da sind der Mundkoch Kunibert, die Schankmagd Carola und allerlei weitere Jungfern und Becherknechte.

Sie alle stehen in den nächsten Stunden in historische Kostüme gewandet dem Gastvolk zu Diensten während einer aufregenden Zeitreise ins späte Mittelalter, bei der auch recht üppig getafelt werden wird. Uther vom Katharinenberg hat seine Rede beendet, erwartungsfroh scharren die Gäste mit den Füßen im auf dem Boden liegenden Stroh, sie stoßen sich an, lächeln sich zu und wissen: Das wird ein unterhaltsamer Abend. ln den „Lutherstuben“ im Hotel „Eisenacher Hof“ ist heute „Luther-Schauspiel“ mit „Lutherschmaus“ angesagt.

„Zum Gruße nehmt ein Apfelschnäpslein, ein weißes Linnen um den Hals, denn mit den Händen soll geschmaust sein, dazu ein Tränklein – Gott erhalt’s“, verkündet Uther im schönsten mittelalterlichen Deutsch und schon eilen die Jungfern und Becherknechte und tragen auf, was Mundkoch Kunibert in der offenen Schauküche frisch zubereitet hat.

Der Met fließt aus dem Horn, Bier und Wein aus Sturzbechern, die Tische sind im Nu beladen mit Schweineschmalz und Kräuterquark, mit Fleisch – und Kartoffelsuppen, mit meterlangen Spießen, an denen saftige Fleischstücke stecken, mit Erdapfelecken und Brotklößen, mit gebackenen Zwiebeln und Hähnchen, mit Pilzen in Kräutern, mit flambierten Fruchtspießen und flambierten Bratäpfeln in Wein und Vanille-Zimt-Soße.

Die Tafelrunde schlemmt, das Gesinde bringt Trinksprüche aus und Luther hält seine großen Tischreden. „Warum rülpset und furzet Ihr nicht, hat es Euch nicht geschmecket?“ ,wird gefragt, als sich das Mahl dem Ende nähert. Die Tafelrunde lacht und klatscht und ruft nach dem Becherknecht: „Met soll er bringen, mehr Met!“ Die Stimmung steigt, Schankmagd Carola ruft zum Wadentanz auf den Tischen auf, die Gesellschaft gibt kurzerhand das Orchester, wer für Missklang sorgt, wird übers Fass gelegt und mit Stockhieben bestraft.  So geht es zu beim „Kleinen Luther-Schauspiel“ an jedem ersten Sonntag im Monat, aber auch beim „Großen Luther-Schauspiel“, bei dem auf Wunsch noch Katharina von Bora und Melanchthon sowie der Spielmann Hallodri zu Gast sind.

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Jeden Donnerstag dagegen wartet in den „Lutherstuben“ ein Rittermahl an „Junker Jörgs Tafelrunde“ mit einem Meter Bratwurst, einem Meter Knochen, einem Meter Hähnchenhaxe und vielen weiteren Metern … „Ein gutes Werk ist, was anderen wohltut“ ist das Motto von Christina und Udo Winkels, den gastgebenden Hausherren. Und ihre sinnlichen Reisen in die Reformationszeit tun den Gästen sichtlich gut: Sie genießen mit heiteren Gesichtern die frechen Sprüche, die fröhlichen Spiele und schmackhaftdeftigen Speisen. Die übrigens werden täglich ab 18 Uhr aufgetafelt, vielfältig, lecker und stets stilecht im mittelalterlichen Ambiente des Hauses. Dessen Geschichte reicht ebenfalls bis weit ins Mittelalter zurück.

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Schon damals diente das Gebäude, das die Eisenacher „Schiffchen“ nennen, weil es am ehemaligen Binnenhafen der einst wasserstarken Hörsel lag, als Gasthof vor den Mauern der Stadt. Wenn sich um 18 Uhr die Tore schlossen, kamen weder Bettler noch Kaiser in die Stadt hinein und so nutzten Spätankömmlinge den Gasthof als Nachtlager. Heute ist das Hotel mit 43 Zimmern, mit Tanzcafe, Cocktailbar und schönem Wintergarten ein idealer Startpunkt für die Erkundung der historischen Altstadt mit Luther- und Bachhaus, Georgenkirche und des Weltkulturerbes – der Wartburg. Und jeder kann sicher sein, dass bei seiner Rückkehr vom Ausflug ins Hotel selbst nach 18 Uhr ein kräftiges Luthermahl und ein weiches Bett auf ihn warten.